Tägging 2: Prägende Momente

Welche Momente sind prägbar für ein Werk von dir?
Wo warst du gerade und was hast du in dem Moment erlebt?

 wer prägt die scheidemünz der zeit
wer prägt kurante ewigkeit
wer schlägt ein kopfstück aus dem augenblick

(Piet LaFleur)

Falls „prägend“ gemeint ist … – so fällt mir trotzdem nichts dazu ein. Einzelne Szenen oder Details in Geschichten können natürlich auf eigene Erlebnisse zurückgehen. In den »Drei Tropfen Blut« standen etwa Blicke von Burgen hinab ins Tal und ein Ausritt durch den Wald Pate. Aber die Alchemistenküche hatte kein reales Vorbild. 😉

Auch mit Bluttraumata oder speziellen Vampirophilien oder -phobien kann ich nicht dienen. Am Anfang meines Romans stand ganz prosaisch eine Ausschreibung. Eine selbst gesetzte Auftragsarbeit gewissermaßen. Die dann immer mehr Spaß zu machen begann, je mehr ich mich vom Standardmäßigen entfernte.

Vielleicht war für Kunz und Jost mein „erster Schwuler“ prägend (also der erste, den ich bewusst als solchen wahrnahm): Ein ganz normaler, netter Bekannter, der hoffte, irgendwann einen lieben Lebensgefährten zu finden … Nichts Ausgefallenes also, kein Getue, keine Exotik, keine demonstrative Erotik – oder was manche Leute von Schwulen noch so alles erwarten mögen. Ecce homo, würde der Lateiner sagen: Sieh da, ein (ganz normaler) Mensch.

Irja.

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