Wir sind alle Politiker!

Liebe Lesende,

doch, doch, ist wahr! „Polis“ (ja, ja, das ist griechisch …) ist die Stadt, aber auch die Bürgerschaft, der Staat, sogar die Heimat. „Politeia“ ist das Bürgerrecht ebenso wie das Verhalten der Bürger, die Verwaltung, die Verfassung. Und „politikos“ ist alles den Bürger Betreffende, aus Bürgern Bestehende, Öffentliche.

Ob ich blinke, wenn ich auf der Straße abbiege, oder ob ich das unterlasse, ist im Grunde „politisch“. Sogar, wenn ich eigentlich nur zu Hause bleibe, denn dann entziehe ich mich dem öffentlichen Leben (und störe andererseits auch niemanden).

Jeder „Polites“ (Bürger, Mitbürger) sollte sich darum Gedanken über sein Handeln oder Nicht-Handeln machen – auch Inaktivität hat Folgen, und sei es, dass etwas, das besser getan werden sollte, nicht getan wird!

Also, liebe Lesende: Geht zur Wahl, mindestens geistig!
Wer nicht wählen geht, informiere sich, wem seine Nicht-Stimme zugute kommt (und überlege es sich dann vielleicht noch mal).
Wer ungültig wählt, überlege sich, was das bringen oder nicht bringen kann, wem das nützt oder wen das interessiert.
Wer wählt, überlege sich gut, wofür er dann womöglich mitverantwortlich ist.

Wer sich noch schnell ein bissle „staatlich gefördert“ informieren will, kann z. B. beim Wahlomat anfangen.

Wer’s scharf und pfeffrig mag, ist beim Störsender bestens aufgehoben.

Also, ich mache morgen meinen Spaziergang zum Wahllokal – Prost!

Eure Irja.

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4 responses to this post.

  1. Unter Bürgerrecht verstehe ich was anders. Du gibst deine Stimme, die dann leider nur als Ganzes zählt und nicht als Individuum, wenn ich mich jetzt so ausdrücken kann. 🙂
    Die Partei, die ich nun wählen würde, ist eh im Boden also bringt nicht viel, ob die Opposition einen dazukriegt oder nicht.
    Liebe Grüße, Gregor

    Antwort

    • (entschuldige bitte das verzögerte Freischalten!)
      Ja, das ist eins der Probleme bei „Großwahl“, 5-%-Hürde usw. (Die ich trotzdem nicht für falsch halte.) – Und Nicht-Wähler erscheinen wenigstens deutlich in der Statistik und geben dem einen oder anderen im Lande zu denken, während Sonstige- oder Ungültig-Wähler einfach nur eine unbeachtete Fußnote bleiben.
      Was Bürgerrechte angeht, bin ich froh ums Wahlrecht, nur sollte das nicht alles sein. Zumal wenn die (Ver)Sprechblasen unserer sog. Vertreter immer hohler werden.
      Umso wichtiger finde ich es allerdings, sich gelegentlich dran zu erinnern, wer eigentlich der „Souverän“ sein sollte! ;->
      Liebe Grüße, Irja.

      Antwort

      • Ich finde, Wahlen sollten jeden Monat stattfinden, so würde die Politiker ihre Klappe halten und mal die Wahrheit predigen, denn sonst würden die schnell vom Fenster sein als sie A sagen würden. 🙂
        Meinetwegen dann alles vom Internet aus, was eigentlich besser und angenehmer wäre.
        Aber Politiker zu sein ist in erster Linie nur für den Politiker rentabel, nicht für das Volk.
        Politik ist ja eigentlich nichts anderes als legalisierte Mafia, die auch seine Leichen im Keller hat. Naja, man kann darüber noch weiter reden, bringen tun war das nichts, außer dass jemand radikal wird und das passiert selten, weil ja alle Angst haben.
        Politik und Religion sind meine liebsten Diskussionsthemen 🙂

        Liebe Grüße, Gregor

      • Häufigere Wahlen – Die Schweiz scheint mir da schon einen ganz guten Ansatz zu haben. Zumindest häufigere „Bürgeranhörungen“ und -befragungen.
        Internet – zu unsicher, und nicht alle Bürger/innen haben Zugang.
        Wesen der Politik & Politiker – Ja, aber so sollte es nicht sein, und gelegentlich sollte man sich dran erinnern, dass es einst anders gedacht war und gelegentlich auch anders ging.
        Die Angst und das Sich-Ducken – Ein weites Feld, da gäbe es viel zu erörtern!
        Politik & Religion – Das dürfte dann so rund zwei Drittel aller Kleinthemen abdecken. 😉
        Liebe Grüße, Irja.

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