Sie ist mir nachgelaufen, ehrlich!

Liebe Lesende und Gärtelnde,

eigentlich mag ich keine Dahlien. Sie sind mir der Inbegriff von Langweilig- und Künstlichkeit. Vorletztes Jahr kam dann doch eine Knolle im Supermarkt-Ausverkauf mit: Dem Etikett nach nett gelb, ungefüllt. Irgendwo in Fensterausblicksweite ins Beet eingebuddelt – passt schon.

Sie ging an, entwickelte sich, blühte – ungefüllt, wie ich es schätze, aber nicht bloß gelb, sondern tiefrot mit gelber Mitte!

Im Herbst dann also die große Dahlien-Prozedur erlernt: Ausbuddeln, antrocknen, Erde abknibbeln, im (eigentlich viel zu warmen) Keller lagern, samt steter ängstlicher Prüfung: Lebt sie noch oder schimmelt sie schon? Frühlings wieder Pflanzloch graben, mit leckerer Komposterde füllen, endlich das Bulbenbündel hineinversenken – uff.

Sie ging wieder an, entwickelte sich besser denn je, trotzte Schnecken und anderen Monstren, blühte prachtvoll bis vor kurzem (*) – und beschert uns nun halbabendfüllende Diskussionen: Wieder ausbuddeln oder diesmal nicht? Der Wurzelstock muss inzwischen recht ordentlich sein. Der hinterlässt einen Krater im Beet, und wo soll er Platz finden im winzigen Keller? Andererseits …

Also, wenn Ihr in nächster Zeit doch wieder nichts mehr von mir lest, wälze ich vermutlich Dahlienbücher und disputiere das Für & Wider diverser Dahlienüberwinterungsstrategien.

So kann’s gehen, life is life!

Eure Irja.

(*) Irgendwer muss verbreitet haben, dass bald der Winter kommt. Gerade wirft alles die Blätter ab und zieht die Blüten ein.

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