E-Books bei Bibliotheksdiensten

Liebe Lesende und Schreibende,

was sind eines Autors große Ziele? – Gelesen zu werden, etwas in der Welt zu hinterlassen und womöglich auch noch ein bissle Geld damit zu verdienen.

Gelesen wird nicht nur, was gekauft wird. Es wird auch ausgeliehen. (Und nicht selten danach auch noch gekauft, für sich selbst oder als Geschenk für liebe Freunde. Ein nicht zu unterschätzender Effekt!)

Inzwischen kann man auch E-Books leihen. Ich meine nicht die „Lizenzverleihung“, mit dem manche Konzerne den scheinbaren Käufer zum Leihgebührzahler machen wollen. Ich meine echtes, normales Ausleihen in Bibliotheken. Die Tübinger Stadtbücherei zum Beispiel verleiht sowohl Reader als auch E-Books. (Ich nehme an, das läuft dann über DRM; ausprobiert habe ich es noch nicht.)

Sind also meine »Drei Tropfen Blut« nun hübsch ausleihbar? – Leider nein. E-Books für Bibliotheken laufen über Bibliothekendienste (jedenfalls in Tübingen). Verlage, die mit diesem nicht zusammenarbeiten, sind in der Bücherei-Belieferung nicht vertreten. Der Wunderwaldverlag hat keine solche Vereinbarung, ergo …

(Leider gilt das auch für die Printausgabe von »D. T. B.«. Da diese lediglich broschurgebunden ist, müsste sie zwecks Haltbarkeit für Büchereinutzung genäht werden. Also wiederum über den Bibliothekendienst laufen. Ergo …)

Wie weit übrigens die panische Angst vieler Verlage vor Raubkopien berechtigt ist, weiß ich bislang nicht einzuschätzen. Aber dann sollte man eigentlich gar keine E-Books anbieten, schon gar nicht vor der Printausgabe, wie es ja oft gemacht wird.

Interessant in diesem Zusammenhang: DRM-geschützte und sonstwie „streng bewachte“ E-Books werden anscheinend häufiger geknackt und auf „Verteilerseiten“ gesetzt als ungeschützte. Trophäenjagd sozusagen. Während man sich an „Wehrlosen“ oder CC-Lizensierten weniger oft vergreift.

Wäre schön, wenn diese Einstellung allgemeiner Ehrencodex würde bzw. bliebe. Dann würde das leidige DRM verschwinden, aber Autoren und Verlage könnten trotzdem auf Belohung für ihre Arbeit und Mühen hoffen!

Eure Irja.

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