30 Tage übers Schreiben bloggen – 14: Karten-Spiele

Liebe Lesende und Schreibende,

kaum ein Fantasy-Roman kommt heute ohne Land- oder Weltkarte an. Manche davon sind ganz hübsch, bei manchen frage ich mich allerdings, was sie bezwecken sollen. Wenn der Roman gut geschrieben ist, brauche ich keine Karte, und wenn nicht, enthüllt eine solche womöglich noch schonungsloser die Schwächen.

Trotzdem sind Karten zuweilen natürlich sehr nützlich, vor allem für den Autor selbst!

Erstellst Du Landkarten, Stadtpläne oder ähnliches? Wenn ja, kannst Du ein Beispiel zeigen?

Gelegentlich erstelle ich Pläne. Meistens reicht es mir, die Lage der Schauplätze zueinander bzw. deren Aussehen im Kopf zu haben.

Für Idris, die eine meiner Fantasy-Welten, habe ich allerdings eine Grundkarte, auf der ich nach und nach Länder, Städte und Schauplätze eintrage. (Irgendwann wird sie vielleicht auch web-reif sein.)

Und für das Haus Athanasius Lachners in »Drei Tropfen Blut« habe ich mir Grundrisspläne gemacht:

Obergeschoss des Hauses
Erdgeschoss des Hauses
Keller des Hauses

 

 

 

Damit konnte ich vor allem den Showdown besser „choreographieren“ ;–).

Mein neuer Roman entwickelt sich auf ungezeichnetem Gelände. Nur die Protagonisten malen einmal eine Landkarte auf den Tisch und zeichnen Hinweise darauf ein. Die Schlussfolgerungen, die sie daraus ziehen (müssen), gefallen ihnen allerdings gar nicht.

Und was haltet ihr vom Arbeiten mit Plänen oder von Karte-vorn-im-Buch?

Eure Irja.

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2 responses to this post.

  1. Ich finde solche Karten im Buch schon sehr nützlich zur genaueren räumlichen Orientierung. Deshalb finde ich sie auch nicht überflüssig, sondern bin ein bißchen enttäuscht, wenn keine Karte dabei ist. Bei Fantasy ebenso wie bei historischen Romanen. Kann sein, daß das daran liegt, daß ich ein extrem optischer Typ bin. Gerade die räumliche Orientierung fällt mir schwer, wenn ich nicht immer mal wieder auf einer Karte nachschauen kann. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich bei räumlichen Beschreibungen im Buch leicht ungeduldig werde und über solche Passagen oft zu schnell hinweglese. An irgendeiner anderen Stelle im Buch fällt mir dann manchmal auf, daß ich mir die Lage eines Ortes oder seine Entfernung von einem anderen oder dergleichen nicht recht vorstellen kann. Dann will ich natürlich nicht rumblättern, bis ich die entsprechende Beschreibung wiederfinde, sondern freue mich, wenn ich nur schnell einen Blick auf die Karte vorne oder hinten im Buch werfen muß. Bei sehr ausdifferenzierten Fantasywelten finde ich das besonders hilfreich, weil es da schon ermüdend werden kann, sich alles nur auf Grundlage der Beschreibungen zu merken. Soviel aus Lesersicht.

    Antwort

    • Danke für diesen Kommentar! – Das ist sehr interessant und auch wichtig für mich als Autorin.
      Nach einigem Überlegen denke ich, dass ich „Drei Tropfen Blut“ wohl auch weiterhin ohne Karte veröffentlichen würde. Die Orientierung auf der Zwei-Tages-Reise von Kunzens Burg in die Stadt ist zu irrelevant gegenüber den Geschehnissen.
      Aber für den neuen Roman (über den Titel grübele ich noch) könnte ich mir jetzt vorstellen, eine Karte des Ortes und seiner Umgebung beizufügen.
      Irja.

      Antwort

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