30 Tage übers Schreiben bloggen – 23: Projektdauer

Liebe Lesende und Schreibende,

warum ist die folgende Frage eigentlich interessant?

Wie lange brauchst Du im Durchschnitt für ein Projekt von der Planung bis zur fertigen Erstfassung?

Na gut, ich bin ja selber zuweilen neugierig, wie lange ein Kollege bzw. eine Kollegin für diesen oder jenen Roman (ge)braucht (hat). Und „Neulingen“ kann es helfen, den eigenen Arbeitsverlauf besser einzuschätzen.

Das Problem ist: ich kann das nicht so genau sagen. Schon gar nicht so pauschal. (Und überhaupt: Was heißt hier „fertige Erstfassung“?)

Meinem Eindruck und meiner Erfahrung nach sollte man für einen durchschnittlichen Roman, der einigermaßen taugen soll, mindestens 1/2 Jahr rechnen, sofern man täglich daran schreibt. Da sind Überarbeitungsschritte, kleinere Zwischenrecherchen usw. eingerechnet, aber keine größeren Grund-Recherchen, wie man sie etwa für einen historischen Roman durchführen sollte.

Natürlich kann man einen Roman auch in 1 Monat hinhauen (reines Schreiben gerechnet), NaNoWriMo macht’s möglich. Das kann zumindest eine verflixt gute Lockerungsübung sein!

Auch ich habe so einen NaNo-Roman in der virtuellen Schublade liegen. Allerdings rangiert der sprachlich wie storytechnisch noch derart weit unter „suboptimal“, dass ich die Überarbeitung dauernd vor mir herschiebe. Wahrscheinlich kann ich ihn sowieso komplett neu schreiben … Aber gut, es mag Autor/innen geben, denen das Schnellschreiben besser liegt.

Mein Vampir-Roman »Drei Tropfen Blut« entstand in drei Monaten von Erstidee bis zum ersten Versand. Allerdings ist er auch „nur“ ein Kurzroman von etwa 140.000 Anschlägen.

Mein neuer Roman, der auf etwas mehr als 200.000 Anschläge kommen dürfte, geht jetzt ebenfalls in seinen dritten Monat; die Endrunde ist eingeläutet.

Einige längere Romane (einer sollte demnächst auf Verlagstour) brauchten dann schon ihre zehn bis zwölf Monate bis zum Schlüpfen. Weitere Schleif- und Poliergänge nicht gerechnet.

Was ich nicht aus einem oder für einen bestimmten Anlass (z. B. Ausschreibung) schreibe, lasse ich allerdings auch manchmal wochen- oder monatelang liegen, schreibe dann wieder ein Stückchen, lasse wieder liegen, weil andere Projekte vorgehen, usw. Da kommen dann locker sechs, sieben Jahre „Entstehungszeit“ zusammen. Davon echte Arbeitszeit? – Keine Ahnung.

Niemals vergessen: Gut Ding braucht Weile!

Eure Irja.

Advertisements

2 responses to this post.

  1. Neugierige Frage: Was für Romane?
    Zwei Jahre sind eine gute Zeit, vor allem, wenn man recherchiert und/oder über Tag nur wenig zum Schreiben kommt, viel umstellt usw.
    Beim Schreiben meines nun fertigen Romans blieb viel anderes liegen.
    Irja.

    Antwort

  2. Hat dies auf wesentlichwerden rebloggt und kommentierte:
    Zwei Jahre … Habe derzeit 2 unveröffentlichte Manuskripte in der Schublade. Für beide brauchte ich etwas weniger als 2 Jahre.

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: