Ein Schweinehund namens Ideenlosigkeit

Die Suche nach dem Titel einer Geschichte ist das Lieblingsfressi dieses Schweinehundes bei mir. Da kommt er sofort! Dass er auch gleich am Romananfang hechelnd da saß, habe ich ebenfalls schon geschrieben. Aber auch mittendrin schaute er immer wieder herein, fand es gemütlich und machte sich in meinem Kopf breit. – Ksch! Ksch! – Denkste.

Als Sofortmaßnahme hilft oftmals eine Pause in Etwas-Völlig-Anderem. Spaziergang reicht mir meistens nicht, da kann ich nicht genug abschalten. Gartenarbeit oder ein völlig anderes Projekt sind bei mir die Mittel der Wahl. (Notfalls auch Hausarbeit …)

Generell hilfreich ist auch ein Plotgerüst, gärtnerisch gewissermaßen der Rosenbogen, an dem sich die Geschichte entlang ranken kann. Je detaillierter, desto besser. Gerät mir eine Szene zu farblos, macht das ja nichts. Überarbeiten muss ich sowieso. Hauptsache, es geht wieder ein Stückchen weiter!

Hänge ich immer noch fest, fehlt mir vielleicht die Konzentration. Aber warum? Schiere Müdigkeit? Dann Feierabend für diesmal! – Sorgen, unerledigte Pflichten? Dann muss ich dieses Problem angehen. (Pauschaltipps nicht möglich, logisch.) – Stimmt etwas mit dem Plot nicht? Konzept überdenken! – Oder hockt da gar ein weiterer Schweinehund, z. B. die „Schreibvermeidung“ (Artikel in Arbeit ;–) )? Ha! Auf ihn mit Schrubber und Gebrüll!

Wichtig ist mir, in die Geschichte geistig einzutauchen. Wie reagiert meine Figur auf das, was gerade geschehen ist? Wird es jetzt Morgen oder Abend, stürmt oder schneit es, oder scheint die Sonne, und was bedeutet das für die Figur? Muss Kerimor Wunden lecken und sich Gedanken machen? Wäre jetzt Trömdall interessanter? Vielleicht ist es aber auch Zeit, einen Sprung zu machen und ein neues Kapitel / einen neuen Abschnitt zu beginnen, bevor ich meinem Protag die Bissen beim (ereignislosen) Abendessen in den Mund zu zählen beginne.

Eine Vorbedingung gibt es natürlich, bevor ich mich an jegliche Art von Schweinehund-Zähmung (oder -Jagd) nache: Ich muss (wirklich. echt.) schreiben wollen. Jetzt. Andernfalls wende ich mich besser dem zu, was ich jetzt  (wirklich) lieber täte oder für (wirklich) wichtiger halte.

Eure Irja.

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