Schweinehundfraß: Die Kreativität

Der eine glaubt nicht an sie, die andere sieht sie als Opfer hungriger Schweinehundrudel: Die „Kreativität“.

Wobei schon die Meinungen auseinander gehen, was denn „Kreativität“ sei.

„Schaffenskraft“ oder „schöpferisches Tätigsein“, direkt übersetzt, heute am ehesten mit „Erfindungs-“ bzw. „Ideenreichtum“ gleichzusetzen. Meistens angereichert mit einem guten Schuss „Genialität“ oder ähnlicher wabernder Kräfte. Mit einem Etwas jedenfalls, das „Kreativsein“ 1. höchst beneidens-, bewunderns- und erstrebenswert macht und 2. zu einer Kraft, die man „hat“ oder eben nicht.

Bewunderns- und erstrebenswert sicherlich. Ohne Ideen keine neuen Geschichten und keine neuen Erfindungen, damit kein Weiterschreiten der Menschheit und Kultur etc. pp.

Ob beneidenswert, lässt sich schon eher diskutieren. Manche wissen vor lauter Ideen nicht, wo anfangen (oder aufhören), andere verfluchen ihren lebendigen Geist, weil er geregelte Routinearbeit zu einer Qual machen kann.

Keinesfalls ist es aber eine „Kraft“, die man „hat oder nicht“ und die man gar nicht zähmen kann. Da stimme ich dem oben genannten Ungläubigen weitgehend zu.

Wobei das Zähmen oder vielmehr das Wecken & Füttern von Kreativität schwierig sein kann. Krankheit, Angst, Sorgen, Alltagseinerlei sind echte Kreativitätsaussauger, gegen die man oft ziemlich machtlos ist. (Beneidenswert Jene, die solchen Vampiren ein freches „Trotzdem!“ entgegenschleudern können!)

Ist man von solchen Widrigkeiten verschont, gibt es aber keinen Grund, die Kreativität nicht 1. aufzupäppeln und 2. zu trainieren!

So braucht auch Kreativität ihr Futter:

  • Mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, sich Gedanken über das machen, was man sieht und hört. – Dazu darf man natürlich nicht von einer „Neuigkeit“ zur nächsten hetzen doer die Gedanken mit Dauerbeschallung wegspülen …
  • Offenheit gegenüber Ungewohntem. – Ich habe mal jemanden, der sich keinen Deut für Pflanzen „und so ’n Zeug“ interessierte, in eine Gärtnerei mitgeschleppt, und heraus kam ein begeisterter Bericht über Technik & Logistik eines solchen Betriebs, immerhin.
  • Lesen, Fernsehen, Internet! – Aber nicht nur Urlaubskost, Blockbuster und Gewinnspielchen, gell? ;->  (Und Pausen einlegen, in denen der „Input“ auch einsickern und reifen kann!)
  • Sich Aufgaben stellen (lassen). – Zum Beispiel bei Ausschreibungen mitmachen, auch wenn einen das Thema nicht so interessiert.
  • Selbstdisziplin. – Ja doch … Aber der Spruch „Kein Tag ohne eine Zeile“ (für Latriner: „nulla dies sine linea“) hat echt was für sich. Bloß ab und zu mal nach der Kreativität zu rufen, hilft nichts! Dann bleibt sie scheu.

Na gut: zwingen soll man sie auch nicht. Wenn sie nicht mag, dann mag sie nicht. Aber dann muss man eben aufs Handwerkliche zurückgreifen und macht an einem solchen Tag die Schmirgelarbeiten. Oft kommt die Kreativität dann ganz neugierig von hinten angeschlichen!

Eure Irja.

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