Der neue Roman: Arbeit und Überarbeit

Zwischen das Schreiben und alles Weitere haben die Götter, welche des Menschen Rauchopfer lieben, das Überarbeiten gesetzt. Da raucht der Schädel, und so manches Manuskript geht in Flammen auf. (Früher stilecht im Kamin, heute eher im Ascher oder in der Müllverbrennungsanlage.)

Ich gehöre ja zu denen, die schon beim Schreiben überarbeiten. Trotzdem mache ich natürlich noch eine Gesamtpolitur, bevor ich einen Text auch nur zum Testlesen und Kritisieren freigebe.

Allerspätestens bei dieser Schmirgelei überfallen mich üblicherweise heftigste Zweifel. – Achtung! Schweinehundalarm!

Meistens verstopfe ich mir gegen ihr Gekläffe die Ohren lange genug, um sie auszutricksen. So leicht lasse ich mir zu Ende Geschriebenes nicht madig machen! Ein beendeter Text soll seine Chance bekommen. (Man beachte den feinen Unterschied zwischen „beendet“ und „fertig“. ;–) )

Für »Würmerfraß« habe ich es tatsächlich geschafft, acht Testleser und -leserinnen zu rekrutieren, denen ich zutraue, ehrlich ihre Meinung zu sagen. Nach Ablauf der Kritisier-Frist kommt nun der richtig harte Part: das letzte eigenständige Überarbeiten. (Danach haben nur noch etwaige Verlagslektor/innen etwas zu melden. ;–) )

„Etwaige“, wohlgemerkt. – Aber so weit sind mein Würmerfraß und ich ja noch lange nicht!

Also, ich geh‘ dann mal …

erst mal in den Garten, da muss ich noch dringend was tun!

Ja, ähm …

Ist ja schon gut!

Tschüss,
Irja.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: