Oder darf es was Lustiges sein?

Liebe Lesende und Schenkende,

die Welt ist unlustig genug, da sollten wir wenigstens bei Geschichten lachen!

Lachmuskeltraining und größere Portionen Heiterkeit bei zugleich rasantem Abenteuer und untergemogelten Passagen zum Nach-Denken bietet Christian v. Asters Fantasyroman »Zwerg und Überzwerg«.

Entgegen allen Gepflogenheiten trägt Hrodborrg der Jüngere keinen Helm und kommt bei der traditionellen Rauferei mit Fazzgadt Eisenbart um. Die Schwarze Splitterspinne erscheint, der Orakel-Olm besteht auf dem schlimmstmöglichen Orakel, und das Eherne Imperium gerät aus den Fugen. Der Neue Stahl greift nach der Macht, nur Der Schicksalszwerg – bestehend aus Fazzgadt, Farrnwart (Erzferkelbändiger und Bier-Allergiker), Garstholm (Drachenjäger und Ausgestoßener), Hrudgroll (der weiß, dass die verschwundenen Zwergenfrauen irgendwo versteckt sind, ganz sicher!), dem Hohen der Höchsten und dessen Zweibeinigem Gedächtnis – kann das Imperium noch retten!

Am Ende gibt es ein bisschen zu viel Action, der Witz lässt nach, und einige Figuren und Geschehnisse wirken künstlich aufgepfropft. (Wieder einmal stellte sich mir die Frage: Verließen den Autor die Ideen? Ergab er sich zu sehr dem Diktat des „Das-schreibt-man-so“? Oder steckte gar das Lektorat dahinter?)

Insgesamt aber ein grandioser (und nicht übermäßig langer) Roman, vor allem für all jene, denen die Standardrassen der Fantasy (hier besonders »die Zwerge«) kräftig auf den Senkel gehen.

Eure Irja.

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