Tübinger Poetik-Dozentur 2015 – Psychogeografie

Liebe Lesende und Schreibende,

was sagt mir eine gläserne Verbindungstür, die aber teilweise aus Milchglas ist, außerdem verschlossen und mit dem Schild „Durchgang verboten“ versehen?

Genau. Mit der postulierten „engen Zusammenarbeit“ zwischen den beiden so getrennten Bereichen stimmt offenbar etwas nicht!

Gefunden & fotografiert von Kathrin Passig in jenem Tübinger Gebäude, das teilweise Uni und teilweise das Leibniz-Institut für Wissensmedien enthält.

Wer sich über so etwas Gedanken macht, betreibt bereits „Psychogeografie“.

Und der entsprechende Vortrag zeigte, dass Kathrin Passig nicht nur schreibend, sondern auch vortragend sehr gut mit anderen zusammen arbeitet, in diesem Fall mit Astronom und Experimental-Tourist Aleks Scholz.

Es ging ums Sich-Verirren, ums Gegend-Erkunden mit Dummy-Karten und um „experimentelles Reisen“, das einen an Orte führt, die nie ein Mensch zuvor … bewusst angesehen hat.

Außerdem um das Zurechtbiegen von Angaben (z. B. Landkarten), um sich nicht „verloren gegangen“ zu fühlen. Und um Nicht-Orte, die man zwar physisch zu betreten pflegt, während man zugleich „mit den Gedanken ganz woanders“ weilt. Flughäfen etwa oder Bahnhöfe: Man denkt ans Reiseziel oder erinnert sich an Erlebnisse, die Orte selbst sind aber denkbar hässlich und uninteressant.

Hier gab es nicht nur Anregungen, die man (auch) zum Schreiben nutzen kann, sondern auch jede Menge Vorschläge, was man statt Schreiben noch alles tun könnte. 😉

Eure Irja.

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