Archive for the ‘Saisonales’ Category

Früher war mehr Lametta!

Liebe Lesende und Adventende,

Früher war mehr Lametta! (*)

Früher war auch mehr Tannengrün an und über den Straßen, mindestens nachgemachtes, aber weihnachtlich und heimelig. Dann kamen irgendwelche weißlichen Plastik-Design-Sterne, und jetzt nur noch … Kruscht. Mal heißluftbetriebene Waberkerzen, mal bunte Riesenballons, die vielleicht Weihnachtskugeln darstellen sollen, mit solchen aber allenfalls die Form („kugelig“ eben) gemeinsam haben. Und zwei Wochen vor Weihnachten sind die leckersten Lebkuchen und Dominosteine schon ausverkauft (oder aus den Regalen genommen), Pech, wenn man sich nicht spätestens zu St. Martin damit eingedeckt hat.

Und jetzt lese ich auch noch, daß der letzte deutsche Lametta-Hersteller bereits 2015 die Produktion eingestellt hat! Ja, fass‘ ich’s denn?!

Ach, ach, ach, was für Zeiten!

Also nix wie heim nach dem Standardeinkauf, Plätzchenteller angesteuert und Kerzen angemacht – echte, auf echtem Tannengrün, jawoll! (Meine Generation hat immerhin noch gelernt, mit echtem, offenem Feuer umzugehen. Nich wie diese Jugend von heute mummel, mummel is doch wahr also echt mummel ich sags ja immer mummel mummel …)

Eure Irja.

(*) Wer diese Aussage noch nicht kennt, sollte sich diese Weihnachten unbedingt Meister Loriots „Weihnachten bei Hoppenstedts“ ansehen. Gehört zur Basis-Allgemeinbildung.

Advertisements

Advent, Advent

Advent, ihr Lüüt, Advent, ihr Lüüt,
der Weihnachtskaktus ist erblüht!


Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann brauch‘ ich keinen Weihnachtsbaum mehr!

Eure Irja.

 

Ein Korb gelber Birnchen

Liebe Lesende und euch an Leckereien Erfreuende,

die Erntesaison neigt sich unwiderruflich dem Ende zu, und eigentlich ist dieses Bild auch nur noch eine Erinnerung an leckerere Zeiten …

 

Nein, nicht ganz! Denn diese „Birnen“ der Spezies Solanum lycopersicum gingen kürzlich in den Aggregatzustand von Marmelade über. Sehr gelb, sehr lecker und sehr gut gegen Schlackerwettertage, wie sie nun über uns hereingebrochen sind.

Ich hoffe, ihr habt auch alle was Leckeres zum Warm-und-wohlig-Halten.

Eure Irja.

Schlackerwetter

Liebe Lesende,

und hier etwas meteorologisch äußerst Passendes vom Ingenieur und Dichter Heinrich F. W. K. P. G. E. Seidel (1842-1906):

 

NOVEMBER

Solchen Monat muss man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
Keiner so verdriesslich sein
Und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
Keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie nass er alles macht!
Ja, es ist ’ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
Wie sie tanzen in dem Wind
Und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
Und sie durcheinanderwirbelt
Und sie hetzt ohn‘ Unterlass:
Ja, das ist Novemberspass!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
Ihren feuchten Himmelsthau
Ur und ewig, trüb und grau!
Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Schimmernd hängt’s an jedem Zweig,
Einer dicken Thräne gleich.

O, wie ist der Mann zu loben,
Der solch‘ unvernünft’ges Toben
Schon im Voraus hat bedacht
Und die Häuser hohl gemacht!
So, dass wir im Trocknen hausen
Und mit stillvergnügtem Grausen
Und in wohlgeborgner Ruh
Solchem Greuel schauen zu!

 

Fürwahr!

Eure Irja.

(Quelle u. a.: mumag.de/gedichte)

Einer tanzt immer aus der Reihe!

 

Irja.

Der erste Salzstreuer

Liebe Lesende
und im kalten Herbsthauch Bibbernde,

es ist soweit! Ich habe den ersten „Salzstreuer“ auf Tübinges Straßen gesichtet!

(Quelle: affengeile-geschenke.de)

 

Noch war er dort nicht im Einsatz (vermutlich eher Umland), aber ausgerückt ist er immerhin. Ach ja, es wird Winter …

Eure Irja.

Rüttel dich, schüttel dich …

… wirf Gold und Silber über mich!“,
musste ich gestern denken, als ich durch Tübingens Altstadt radelte. Grün-Gold-Silber flirrte von irgendwo oben auf die Gasse. Auf ein Hochzeitspaar? Einen Jubilar? – Gar nicht! Auf mich, auf dich, auf alle drumherum. Nicht aus einem Fenster der hohen Fachwerkhäuser, sondern aus der Krone eines Baumes, der sich dort auch noch zwischendrängelt. Laubgestöber, von Herbstwindböen herab geweht.

An diesem Tag fuhr ich durch noch viele Blätterschauer. Bange Frage: Sind das Vorboten eines frühen Winters?

Eure Irja.

%d Bloggern gefällt das: