Das Cover

Das erste fertige Exemplar (kann man das bei E-Books so sagen?) von »Drei Tropfen Blut«, das mich erreichte, trug ein ganz reizendes Titelbild: Zwei turtelnde Täubchen, innig aneinander geschmiegt.

WikiCommons: 800px-Turtelnde_Tauben

(So ähnlich jedenfalls.)
Eigentlich passend. Leider nicht unbedingt … nun ja: breitenwirksamfür einen Vampirroman. Und natürlich ohnehin nur ein Platzhalter. (Schaaade! ;–) )

„Das Cover werde ich nächste Woche mit ein paar „Models“ fotografieren und dergestalt nachbearbeiten, dass der Eindruck eines Gemäldes entsteht, wie man es von Historienromanen kennt“,

lautete der Plan meiner Verlegerin. Das klang toll! Wer die Entstehung der Illustrationen verfolgt hat, wird freilich ahnen, was daraus wurde … — Genau. Schade.

Männerarm: Jetzt fehlt mir noch das passende Messer“,

frohlockte sie im Lit.Limbus. – Wo ein Arm ist und ein Messer, ist Blut kein Problem. Sah gut aus!

„Zum Reinbeißen!“

Tja, Pech. Der Arm des werten Verlegeringatten ist weder verleih-, noch verzehr-, noch sonstwie Bar! Und leider für das Titelbild auch noch nicht ganz das Wahre.

„Ich habe noch eine Weile mit dem Foto eines Uhrwerks herumexperimentiert“, schrieb mir meine Verlegerin, „und die drei Blutstropfen aufgebracht, aber … nun ja.“

Nun ja, es wirkte gar nicht schlecht, nur etwas fusselig, weil das Uhrwerk verblurrt werden musste. Wo aber nimmt man auf die Schnelle (mittlerweile stand der Release-Termin kurz bevor) eine glatte Scheibe her?

Da kam meiner Wohnungsnachbarin und begeisterten Testleserin ein Idee!

Man nehme …

Drei Tropfen Blut

… eine Pfeifentabakdose und drehe sie herum.

Nun suche man passendes Blut … Blut … Bluuut … Ich rieche, rieche …

Drei Tropfen Blut

– Granatapfelblut! (Was sommers in Berliner Weiße ganz hervorragend schmeckt und symbolisch ganz wunderbar zu der Geschichte passt.) Man braucht ja nur ein ganz kleines Bisschen, pardon …

Drei Tropfen Blut

… Schlückchen. Dieses appliziere man …

Drei Tropfen Blut

… auf die Dose (Unterseite, wie gesagt), et voilà!

Drei Tropfen Blut

Dann, ja dann muss man nur noch …
DTB-making_cover_shoot-s
… die Pseudoscheibe hin und her drehen, mal von da beleuchten, mal von dort, und ein Foto nach dem anderen machen, bis endlich, endlich ein taugliches dabei ist. (Gelobet sei die E-Fotografie!)

Dann noch ein bisschen im Computer bearbeitet (was meine Nachbarin angeblich nicht „mal eben mit Links“ macht, aber es kommt mir immer so vor) und an die (telefonisch vorgewarnte) Verlegerin geschickt. Welche die „Blutprobe“ ganz wunderbar ins Cover einarbeitete und bald danach zum Distributor schickte. Hallelujah!

Herzlichen Dank an M. C. Herdt, die mir die obigen Bilder für mein Making-Of zur Verfügung stellte!

 

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