Lektorat

Die Feinarbeit

Der Textarbeit gingen Feinjustierungen am Vertrag voraus – ich habe noch nie erlebt, dass sich jemand so viel Mühe damit gegeben hat, wie meine Verlegerin!

Danach folgte ein bemerkenswertes Text- und Anmerkungs-Ping-Pong.

Stolz kann ich behaupten, dass meine Schreib- und Satzzeichenfehler sich in Grenzen hielten (sieht man einmal von der lieben Neuen Rechtschreibung ab, nun ja).

Aber ich liebe eingeschobene Nebensätze und erläuternde Satzteile! (Falls das noch niemandem aufgefallen ist: Im Blog versuche ich mich zurückzuhalten.) Meist ließ ich mich überzeugen, Kommata wegzulassen (manchmal geht das) oder den Satz umzustellen.

„Vielleicht haben Sie ja  mal einen Text, an dem Sie sich dahingehend so richtig austoben können“,

tröstete mich meine Verlegerin und gab dann wieder anderswo nach:

„Deshalb entscheide ich mich spontan für Ihre Version und freue mich, wenn die Leserschaft wegen des Kommas eine heiße Diskussion eröffnet.“

(Nur zu!)

Schließlich einigten wir uns auf einen Kompromiss:

„Also ganz ruhig anfangen und allmählich die Anzahl der Kommata steigern – das wäre eine Option.“

Streitpunkte blieben noch genug, zum Beispiel bei der Beschreibung der Schnitzerei neben Athanasius‘ Haustür oder der genaueren Bestimmung des Blutes im Glaskolben. Anmerkungen wie „Einverstanden“ oder „Damit kann ich leben“ kamen in unserem Ping-Pong allerdings deutlich häufiger vor. 🙂

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